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Energetisch Modernisieren - gewusst wie

Am sinnvollsten ist es natürlich, ein in die Jahre gekommenes Eigenheim in einem Zug vollständig energetisch zu modernisieren. Hausbesitzer können aber auch klein anfangen und sich schrittweise einzelne Bereiche vornehmen. "Durch eine gute Wärmedämmung, den Einbau hochwertiger Wärmeschutzfenster und eine moderne Heizungsanlage, zum Beispiel kombiniert mit einer Solarwärmeanlage, reduziert sich der jährliche Brennstoffverbrauch bei einem 30 Jahre alten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche von 4.500 Litern Öl um bis zu 3.000 Liter ", berichtet Rolf-Peter Weule, Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel. Technisch ist es heute kein Problem mehr, einen Altbau zum Niedrigenergiehaus zu machen. Das rechnet sich auch nach wenigen Jahren und spart dann für die Zukunft.

Konkrete Handlungsempfehlung nach genauer Analyse

Doch energetische Modernisierungen sind komplex. "Die Kunst besteht insbesondere darin, die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen vernünftig aufeinander abzustimmen. Dabei kann man vieles falsch machen", erläutert der Energie-Fachberater. Nicht alles, was möglich ist, rentiert sich auch. Andererseits gilt es, nicht an der falschen Stelle zu sparen. Wer zum Beispiel zuerst nur die Heizanlage erneuert und einen energiesparenden Brennwertkessel einbaut, verbraucht zwar sofort weniger Öl, hat aber unter Umständen noch immer ein zugiges Haus. Wird anschließend auch die Gebäudehülle richtig wärmegedämmt, um diesen Mangel zu beheben, zeigt sich, dass die neue Heizung reichlich überdimensioniert ist.

"Am Anfang steht deshalb die professionelle Energieberatung", betont Weule. Der Energie-Fachberater macht eine genaue Bestands- und Schwachstellenanalyse. Er begutachtet und bewertet einzelne Bauteile wie die Außenwände, die Fenster oder die Heizung. Er untersucht, an welchen Stellen das Haus wie viel Energie verliert, welche Einsparpotenziale vorhanden sind und wie diese ausgeschöpft werden können. "Der Energie-Fachberater stellt eine Energiediagnose und gibt schließlich konkrete Modernisierungsempfehlungen. Er führt auch eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durch, prüft also, welche Maßnahmen sich wann finanziell lohnen", erläutert der Experte.

Über Fördermittel als Teil der Finanzierung informieren

Die technischen Abläufe sind nur eine Komponente des Modernisierungsvorhabens. Der nächste wichtige Schritt ist die Planung der Finanzierung und die Beantragung von Fördermitteln. Auch hier ist der Energie-Fachberater gefragt. "Und für die konkrete die Umsetzung hält der Baustoff-Fachhandel dann die richtigen, aufeinander abgestimmtem Produkte und Systemlösungen bereit", so Rolf-Peter Weule.

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